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IST DIE KOMPOSTIERUNGSNORM EN 13432 DIE LÖSUNG FÜR MÜLL?
Lesezeit: 8 minuten

Der Strand, der nach einem schönen Sommertag voller Chips- und Snacktüten ist. Der Park, der nach einer Veranstaltung mit Plastikbechern übersät ist. Leider passiert das nur allzu häufig. Selbst die weggeworfene Bananenschale, die wie natürlicher Abfall aussieht, aber einen nicht abbaubaren Aufkleber trägt, belastet unsere Umwelt. Angesichts der immer größer werdenden Menge an Plastik und anderem schwer abbaubarem Müll ist die Erkenntnis gereift, dass es so nicht weitergehen kann.

Dies hat das Europäische Parlament veranlasst Maßnahmen zu ergreifen, um die Verwendung von Plastik durch Unternehmen und Verbraucher drastisch zu reduzieren. Dies ist z.B. mit dem Gesetz geschehen, das die kostenlose Ausgabe von Plastiktragetaschen verbietet.

Ist die Kompostierungsnorm EN 13432 die Lösung für Müll?

Im Rahmen der europäischen Verpackungsrichtlinie gibt es auch eine Norm, die zur Zertifizierung der biologischen Abbaubarkeit herangezogen wird: die EN 13432. Ein Standard, mit dem sich immer mehr Unternehmen auseinandersetzen müssen. Was ist sie genau, was bedeutet sie für Sie und wie können Sie sie einhalten? Und können Sie die Norm zu Ihrem Vorteil nutzen?

Was ist die EN 13432?

Begriffe wie „biologisch abbaubar”, „biobasiert” oder „kompostierbar” finden sich immer häufiger, da von der Verwendung nicht biologisch abbaubarer Materialien abgeraten wird. Die europäische Norm EN 13432 wurde als Folge der Verbreitung – und der manchmal damit einhergehenden Verwirrung – dieser Begriffe geschaffen. Diese Norm legt fest, welche Eigenschaften ein Material haben muss, um als „biologisch abbaubar” oder „kompostierbar” zu gelten. Wenn ein Material, wie z.B. Verpackungen oder Beutel, diese Norm erfüllt, bedeutet dies, dass es durch biologischen Abbau recycelt werden kann.

Die EN 13432 sagt etwas über die Abbaubarkeit des Materials aus, nicht unbedingt über die Rohstoffe. Dieser Unterschied ist wichtig, denn wenn Verpackungsmaterialien biobasiert (aus Biomaterialien hergestellt) sind, bedeutet das nicht automatisch, dass sie auch biologisch abbaubar sind. Wenn Sie Tragetaschen oder Verpackungsmaterialien verwenden, die der Norm EN 13432 entsprechen, können Sie sicher sein, dass diese kompostierbar sind und die Umwelt wesentlich weniger belasten als Verpackungen, die nicht der Norm entsprechen.

Warum ist die EN 13432 wichtig?

Zum einen wurde die Norm EN 13432 geschaffen, um ein für alle Mal Klarheit über die Kompostierbarkeit eines Produktes zu schaffen. Durch die Verwendung eines etablierten Standards können Unternehmen zeigen, dass sie umweltbewusste Materialien verwenden.

Aber der eigentliche Grund ist noch viel wichtiger. Der Einsatz von fossilen Rohstoffen und Energie stellt eine enorme Belastung für die Umwelt dar. Plastikmüll und Mikroplastik verschmutzen zunehmend die Ökosysteme. Die Norm EN 13432 macht sowohl Unternehmen als auch Verbraucher auf die Abbaubarkeit der von ihnen verwendeten Verpackungen aufmerksam. Dieses Bewusstsein steigert die Nachfrage nach EN 13432-Verpackungen. Dadurch wird der Einsatz von schwer abbaubaren Materialien reduziert und somit die Umwelt langfristig deutlich entlastet.

Verpackungsmaterial aus Papier und Karton, das dieser Norm entspricht, kann innerhalb weniger Monate abgebaut werden. Verpackungsmaterial aus konventionellem Kunststoff (auf Erdölbasis) kann bei gleicher Größe Zehntausende von Jahren benötigen, um vollständig abgebaut zu werden. Und während dieser ganzen Zeit ist es eine Belastung für die Umwelt, für Flora und Fauna. Mit der Einführung der Norm EN 13432 können wir nachweisen, dass ein Material einen begrenzten Fußabdruck hinterlässt.

Wer muss die EN 13432 berücksichtigen?

Bei der EN 13432 handelt es sich um eine Norm, nicht um ein Gesetz. Dies bedeutet, dass für die meisten Unternehmen keine Verpflichtung besteht, Materialien zu verwenden, die der Norm entsprechen. Die Norm EN 13432 bietet jedoch die Möglichkeit, nachweislich umweltfreundliche Materialien zu verwenden. Und das ist kein unnötiger Luxus. Eine Studie von PWC aus dem Jahr 2019 ergab, dass fast 30% der deutschen Verbraucher aktiv nach Produkten mit umweltfreundlicher Verpackung suchen. Weltweit ist dieser Anteil mit fast 40% sogar noch etwas höher. Die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien kann daher ein Unterscheidungsmerkmal für ein Produkt sein.

Darüber hinaus regt das Nachdenken über die Herkunft und die biologische Abbaubarkeit von Materialien Unternehmen dazu an, die Qualität zu verbessern und Kosten zu senken. Eine Studie der Harvard Business School zeigte, dass 88% der Unternehmen, die sich an einen umweltfreundlicheren Standard anpassen, besser abschneiden als diejenigen, die dies nicht tun.

Unterm Strich kann jede Einzelperson oder Organisation, die den Schritt zu einem kleineren CO2-Fußabdruck machen möchte und wissen will, dass die verwendeten Materialien umweltfreundlich sind, dies unter anderem durch eine EN 13432-Zertifizierung überprüfen.

Landwirtschaftliche Abfälle als Rohmaterial für umweltfreundliche Verpackungen

Während nicht abbaubare Materialien eine enorme Belastung für die Umwelt darstellen, hinterlässt die Landwirtschaft ihrerseits ebenfalls eine große Menge an nicht genutztem Naturmaterial. Von vielen landwirtschaftlichen Produkten wird nur ein Teil der Ernte verwendet. Der Rest bleibt als Abfall. Bei Nutzpflanzen wie Weizen, Gerste, Roggen, Reis und Zuckerrohr werden nur 20% der Pflanze für unsere Nahrung verwendet. Die restlichen 80% – Stängel und Blätter – werden zum größten Teil verbrannt. In Verbrennungsanlagen zur Energiegewinnung oder in der freien Natur in armen Entwicklungsländern. Mit allen negativen Folgen, die das mit sich bringt (Smog, Feinstaub, CO2).

PaperWise gibt diesem Abfall ein zweites Leben. Durch die Verwendung von 80% der landwirtschaftlichen Abfälle als wertvollem Rohstoff für Papier und Karton verdient der Landwirt mehr, es gibt keine Verschwendung von Rohstoffen und außerdem wird eine wertvolle Alternative für nicht umweltfreundliche Materialien geschaffen.

Das aus landwirtschaftlichen Abfällen hergestellte PaperWise-Papier und -Karton ist baumfrei, biobasiert und klimaneutral. Es hat eine um 47% geringere Umweltbelastung als Papier aus Bäumen, aber auch eine um 29% geringere als recyceltes Papier. Darüber hinaus werden die biobasierten Papiere und Kartons von PaperWise in Fabriken in Indien und Südamerika hergestellt, wo sie bedürftigen Gemeinden lokale Arbeitsplätze bieten.

PaperWise-Papier und -Karton entsprechen der Norm EN 13432 und bieten eine umweltfreundliche Alternative für schwer abbaubare Materialien wie Kunststoffe. Es wird zur Herstellung von Verpackungen, Bechern und Einwegbehältern verwendet, die wesentlich geringere Auswirkungen auf die Umwelt haben. Es gibt auch viele verschiedene Arten von Kopier- und Druckpapier, die aus landwirtschaftlichen Abfällen hergestellt werden. Speziell für Druckereien wird PaperWise-Papier aus landwirtschaftlichen Abfällen hergestellt, was es ermöglicht, ab sofort umweltfreundlich zu drucken.

Papier und Karton aus landwirtschaftlichen Abfällen ist von hoher Qualität

Wenn Papier und Karton aus landwirtschaftlichen Abfällen leicht abbaubar sind, bedeutet das nicht gleichzeitig, dass sie von schlechter Qualität sind. Ganz im Gegenteil. PaperWise Papier- und Kartonbögen sowie -rollen eignen sich hervorragend für die Verarbeitung zu nachhaltigen Verpackungen und Drucksachen, u. a. für Obst und Gemüse, Snackpackungen, Kaffeebecher, Kosmetika, Tragetaschen, Bücher, Zeitschriften und Broschüren. Die gedruckten Farben kommen schön zur Geltung und das Material ist feuchtigkeits-, fett- und ofenfest.

Viele Kunden nutzen bereits die umweltfreundlichen Druck- und Verpackungsmaterialien von PaperWise, die sich zur führenden Marke im Bereich umwelt- und sozialverträgliches Papier und Karton aus landwirtschaftlichen Abfällen entwickelt hat. Mit der Verwendung des PaperWise-Logos auf der Verpackung weiß der Kunde, dass das Material umwelt- und sozialfreundlich ist.

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